08.09.2018 Samstag Neue Einsatztaucher für die Ortsgruppe

Vom 7. bis 8. September 2018 führte der Landesverband Württemberg die diesjährige zentrale Einsatztaucherprüfung in Kißlegg im Allgäu durch. Mit dabei waren unsere Einsatztaucher-Azubis Julia und Paul, welche sich in den letzten 24 Monaten intensiv darauf vorbereitet hatten.

Die insgesamt 4 Kandidaten aus dem Landesverband hatten zum Teil bereits im Frühjahr
in Ulm die Theorieprüfung und die Herz-Lungen-Wiederbelebung absolviert, so dass
sie sich nun voll und ganz auf die Praxisprüfung konzentrieren konnten. Zwei
Prüflinge durften im Rahmen der Praxisprüfung die Theorieprüfung ablegen.

Geräteabnahme und Knotenkunde
Am Freitagabend folgte unmittelbar nach der Begrüßung durch die Lehrgangsleitung
die Abnahme der Tauchgeräte nach DGUV Regel 105-002. Anschließend konnten
die Prüflinge ihre Fertigkeiten bei der Herstellung verschiedener Knoten unter Beweis
stellen.

Zeit-, Strecken- und Tieftauchen
Am frühen Samstagmorgen standen 40m Strecken- und 60 Sekunden Zeittauchen im
Freibad auf dem Plan. Hier zeigten alle Prüflinge, dass sie diese Disziplinen auf
Anhieb beherrschen.
Beim 10m Tieftauchen gilt es, die psychische Belastbarkeit unter Beweis zu stellen.
Dazu wurden Prüfer und Prüflinge mit einem Rettungsboot zur Tauchstelle auf den
See hinausgefahren. An einer durch eine Boje markierten Führungsleine ging es in
das dunkle Schwarz des Moorsees hinunter. Am Ende der Übung hatten alle
Kandidaten diese Hürde genommen.

Suchübung - Tauchen mit Leinenführung
Endlich ging es auch mit Gerät ins Wasser. Tauchen ohne Sicht an der
Sicherungsleine, Führen des Tauchers und die Organisation sowie Überwachung
des Tauchgangs sind elementare Dinge, die ein Einsatztaucher beherrschen muss.
Bei den Suchübungen haben alle Teilnehmer gezeigt, dass sie die Anforderungen
erfüllen.

Arbeiten unter Wasser
Im Themenfeld „Arbeiten unter Wasser“ konnten die Einsatztaucheranwärter ihre
Kenntnisse und Fertigkeiten unter Beweis stellen. Ein schwerer Gegenstand musste
mittels Hebesack vom Grund des dunklen Sees geborgen bzw. versetzt werden. Die
Zusammenstellung der Arbeitsgeräte, die Einhaltung der Arbeitssicherheit, die
Organisation der Bergungsaktion sowie das Lösen der gestellten Aufgabe waren
wichtige Erfolgskriterien. Alle Prüflinge haben gezeigt, dass sie auch unter
schwierigen Bedingungen, wie Kälte und Dunkelheit, die Aufgabe sicher und
zielorientiert bewerkstelligen konnten.

Rettungsübung
Ein Einsatztaucher muss auch einen anderen Taucher retten und fachgerecht Hilfe
leisten können. Dazu gehört, dass er in der Lage ist, einen Taucher sicher an die
Wasseroberfläche zu bringen, einen Notruf abzusetzen und den „verunfallten“
Taucher mit Unterstützung des Signalmanns an Land zu bringen.
Je nach Erscheinungsbild der Krankheitssymptome muss er beim „verunfallten“
Taucher eine sinnvolle und effektive Erstversorgung durchzuführen können. Dazu
gehört auch, dass er die Herz-Lungen-Wiederbelebung beherrscht und gleichzeitig
Wiederbelebungsgeräte und andere Hilfsmittel richtig anwenden und
situationsgerecht einsetzen kann.
Der Proband muss insgesamt zeigen, dass er trotz Stress die Situation „im Griff“ hat.
Dazu kann er andere Helfer in die Aktion einbinden. Letztendlich erfolgt eine
Übergabe an den Rettungsdienst. Dabei muss der Retter sämtliche relevanten
Informationen dem Notarzt übermitteln.
Die kritischen Augen der Prüfer legten großen Wert auf einen flüssigen Ablauf und
eine hohe Effektivität bei den lebenserhaltenden Maßnahmen. Alle Kandidaten
überzeugten die Prüfer auf Anhieb von ihrem Können.

Tagesabschluss
Am Ende des Tages waren die Prüfer insgesamt mit den gezeigten Leistungen
zufrieden und alle vier Teilnehmer konnten ihre Urkunden in Empfang nehmen.
Herzlichen Glückwunsch an Julia Hörl und Paul Zwießele zur bestandenen Prüfung!

Von: Gerd Hertle (LV Württemberg), Fabian Wünsch

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